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literatur

Psychiatrie-  und Pharmakakritik

 

Joanna, Andrzej & Caroline Skulskis, ArtBonus Verlag e-book Leseprobe

Made in Auschwitz. Psychiatrie: Der unsichtbare Krieg 2013

 

 

Lehmann Peter, Berlin, 6. Auflage 2010 (Nachdruck der Erstausgabe von 1986)

Der chemische Knebel

 

Von Asthma bis Schizophrenie, von Bettnässen bis Neurose, von Juckreiz bis Depression gibt es kaum eine Diagnose, die nicht den Einsatz von Neuroleptika nach sich ziehen kann. Dabei bestehen die "Nebenwirkungen" dieser psychiatrischen Medikamente aus schweren körperlichen, geistigen und psychischen Schäden (z. B. Schüttellähmung, Herzstillstand, Impotenz, Krebs, Zahnausfall, Selbsttötung). In diesem Buch deckt Peter Lehmann auf, was Psychiater vor den Betroffenen, ihren Angehörigen sowie der interessierten Öffentlichkeit verbergen.

"Ich habe durch dieses Buch mehr über die geheime, innere Arbeitsweise der Psychiatrie gelernt als zuvor in zehn Jahren psychoanalytischer Ausbildung. Nach einer persönlichen Analyse und verschiedenen anderen Psychotherapien war das Lesen dieses Buches die beste Therapie, die ich je erlebte." (Jeffrey M. Masson, aus dem Geleitwort)

 

 

Peter Ansari, Sabine Ansari: Klett-Cotta Verlag, 2016

Unglück auf Rezept

 Die Antidepressiva-Lüge und ihre Folgen

 

Niedergeschlagen, antriebslos, ohne Motivation - Menschen mit diesen Symptomen werden immer öfter mit Antidepressiva behandelt. In vielen Fällen können die Medikamente die Erwartungen nicht erfüllen. Dieses Buch deckt auf, wie wenig gesichertes Wissen es über ihre Wirksamkeit gibt, wie gravierend die Nebenwirkungen sein können und wie schwierig das Absetzen ist.

 

Ein Buch für Betroffene, Angehörige und verunsicherte Ärzte.

 

 

Peter C. Gøtzsche, München: Riva Verlag, 2016
Tödliche Psychopharmaka und organisiertes Leugnen - Wie Ärzte und Pharmaindustrie die Gesundheit der Patienten vorsätzlich aufs Spiel setzen

 

In seinem zweiten Buch konzentriert sich Peter C. Gøtzsche auf die Missstände in der psychiatrischen Behandlung, bei der die Profitgier von Ärzten und Pharmaindustrie über das Wohl der Patienten gestellt wird. Anhand fundierter wissenschaftlicher Recherchen und Studien deckt er ein Geflecht aus Fehldiagnosen, Korruption und Lügen auf.

 

Dabei geht er verbreiteten Falschaussagen wie diesen auf den Grund:

 

·          Psychische Krankheiten werden durch ein chemisches Ungleichgewicht im Gehirn hervorgerufen.

·          Behandlungen mit Psychopharmaka führen nicht zu einer Abhängigkeit.

·          Antidepressiva schützen Patienten vor Selbstmord.

 

Betroffen sind davon nicht nur wenige psychisch Kranke, die in Kliniken behandelt werden, sondern darüber hinaus eine breite Masse der Bevölkerung, deren akutes psychisches Tief oft vorschnell zu einer chronischen Erkrankung aufgebaut wird. Neben einem tiefen Einblick in ein nur vermeintlich wissenschaftlich verlässliches Gebiet bietet der Autor aber auch Lösungen an und hilft so Patienten und Ärzten, einen Weg zu finden, der aus bestehenden Mustern hinausführt.

 

 

Peter C. Gøtzsche, München: Riva Verlag, 3. Auflage 2016
Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität - Wie die Pharmaindustrie das Gesundheitswesen korrumpiert

 

Ein Pharmakonzern wurde durch den Verkauf von Heroin groß. Ein anderer steht im Verdacht, mit falschen Behauptungen über ein Arthritis-Medikament den Tod von Tausenden Patienten verursacht zu haben. Ein weiterer belog die US-amerikanische Food and Drug Administration und wurde zu einer Strafe von 2,3 Milliarden Dollar verurteilt.

 

Dieses Buch handelt von der dunklen Seite der Pharmaindustrie, von der Art und Weise, wie Medikamente entdeckt, produziert, vermarktet und überwacht werden. Es zeigt detailliert auf, wie Wissenschaftler Daten fälschen, um ihre Meinung zu verteidigen. Dabei stehen die Pharmakonzerne der Mafia in nichts nach, sie sind sogar schlimmer und haben mehr Menschenleben auf dem Gewissen.

 

Gøtzsches Buch handelt jedoch nicht nur von Problemen. Der Autor bietet Lösungen, von denen einige größere Erfolgschancen haben als andere, und er zeigt auf eindrückliche Weise die Notwendigkeit für umfassende Reformen.

 

 

Josef Zehentbauer, Berlin, 11. teilweise aktualisierte Auflage 2010

Chemie für die Seele

 

Dieses Buch ist Ratgeber und Nachschlagewerk zugleich. Es bietet Betroffenen, Angehörigen und Profis eine kritische Einführung in das Denken und Handeln der Psychiatrie, eine übersichtliche und gut verständliche Darstellung der Wirkungsweisen, Risiken und Anwendungsgebiete von Psychopharmaka und einen Überblick über alternative Heilmethoden.

"Chemie für die Seele" ist ein Klassiker der Psychiatriekritik und Selbsthilfe, aktuell ergänzt um Informationen zu "atypischen" Neuroleptika (u. a. Risperdal, Solian, Zyprexa) und modernen Antidepressiva (u. a. Fluctin, Seropram, Seroxat, Zoloft).

 

 

Stefan Weinmann, 2. Auflage 2010

Erfolgsmythos Psychopharmaka

Warum wir Medikamente in der Psychiatrie neu bewerten müssen

 

Arzneimittelstudien prüfen Kriterien wie Symptomminderung, Verminderung der Rückfallgefahr oder weniger Nebenwirkungen. Die Nutzer stellen eher die Lebensqualität und -zufriedenheit in den Mittelpunkt, wie auch die Recovery-Bewegung zeigt. Hierzu tragen Medikamente alleine aber wenig bei. Stefan Weinmann stellt mit diesem Buch nicht nur die Medikamentenbehandlung auf den Prüfstand, er zeigt auch auf, dass es schon längst Alternativen zur Routine-Therapie gibt - man muss sie nur wollen und entsprechend fördern. Stefan Weinmann zeigt, dass die zentrale Bedeutung der Psychopharmakotherapie bei schweren psychischen Erkrankungen nicht gerechtfertigt ist. Arzneimittelhersteller suggerieren zwar ein anderes Bild, die aktuellen Studien lassen aber Zweifel aufkommen. 
Ist der über die Placebo-Wirkung hinausgehende Nutzen von Antidepressiva doch geringer als bisher vermutet? Schaden Antipsychotika in manchen Fällen nicht mehr als sie nutzen? Höchste Zeit für eine Neubewertung, fordert Stefan Weinmann, und belegt dies ausführlich an den beiden wichtigsten Psychopharmakagruppen, den Antidepressiva und den Antipsychotika.

Ausführliche Rezension

Leseprobe

 

Burgard Roswitha, Berlin 2002

Frauenfalle Psychiatrie. Wie Frauen verrückt gemacht werden

 

Die Lebensrealität von Frauen ist noch immer vielfach durch Machtlosigkeit und Abwertung gekennzeichnet. Roswitha Burgard nimmt die weibliche Sozialisation, Geschlechterrollenstereotype und das Machtgefälle in Familie, Schule, Beruf und psychiatrischen Einrichtungen noch einmal genau unter die Lupe und zeigt den ursächlichen Zusammenhang zwischen weiblichen Lebensbedingungen und der Entwicklung bestimmter psychischer Krankheiten auf. Unter Verwendung zahlreicher Beispiele aus ihrem therapeutischen Alltag analysiert sie, wie Frauen in die "Falle" Psychiatrie geraten und oft darin gefangen bleiben. Ein Buch, das Frauen dazu ermutigt, sich aus der Zwangsjacke der "richtigen" weiblichen Lebensführung zu befreien, sich nicht für "verrückt" erklären zu lassen und ihre Wut kreativ zur Veränderung zu nutzen.

 

 

Lehmann Peter, Stastny Peter, Berlin 2007

Statt Psychiatrie 2

 

Psychiatriebetroffene, TherapeutInnen, SozialwissenschaftlerInnen, JuristInnen, PsychiaterInnen und Angehörige von allen Kontinenten berichten von ihrer alternativen Arbeit, ihren Zielen, Erfahrungen und Erfolgen. Das Buch reflektiert die aktuellen Ansätze von Selbsthilfe und Alternativen im Falle akuter Verrücktheit sowie Wege zu einer Behandlung, welche die Menschenrechte respektiert.

Was kann ich tun, wenn ich verrückt werde? Wo finde ich vertrauenswürdige Hilfe für eine Angehörige oder Freundin in Not? Wie schütze ich mich vor Zwangsbehandlung? Wie kann ich als Familienangehöriger oder Freund aktiv werden? Was soll ich tun, wenn ich es nicht mehr ertrage, in der Psychiatrie weiterzuarbeiten? Welche Alternativen zur Psychiatrie gibt es, wie kann ich mich an deren Aufbau beteiligen? Angenommen, die Psychiatrie soll abgeschafft werden: Was schlagt ihr vor ... statt Psychiatrie?

 

Rufer Marc, Oberhofen 2009

Irrsinn Psychiatrie. Psychisches Leiden ist keine Krankheit. Die Medizinalisierung abweichenden Verhaltens - ein Irrweg

 

Der Schweizer Arzt und Therapeut über Behandlungsschäden durch Neuroleptika, Antidepressiva, Lithium, Tranquilizer und Elektroschocks, die Fragwürdigkeit des Begriffs der "psychischen Krankheit", die politische Funktion der Psychiatrie u.v.m. Psychisches Leiden ist keine Krankheit. Die Medizinalisierung abweichenden Verhaltens ist ein Irrweg. Sie erlaubt die Ausübung von Zwang und Gewalt und "rechtfertigt" den immensen Einsatz der - nicht selten tödlichen - Psychopharmaka, deren Nutzen keineswegs erwiesen ist. Es gibt Menschen, die mit ihrem Verhalten anstossen und stören, Menschen, die leiden, halluzinieren und verwirrt sind. Einige brauchen - für kurze Zeit - Hilfe. Doch diese Menschen sind nicht "krank"; sie sind vielmehr Opfer von Lebensumständen, die den "Gesunden" in der entsprechenden Härte erspart blieben. Je unangepasster und ungewohnter sich ein Mensch verhält, je fremder und bedrohlicher er wirkt, desto beruhigender ist es für viele, ihn als biologisch "krank" zu bezeichnen.

 

Schwenk Eva, Norderstedt 2004

Fehldiagnose Rechtsstaat, die ungezählten Psychiatrieopfer

 

Was treiben Politik, Ärzteschaft und Justiz mit psychisch leidenden Menschen, die angeblich selbst nicht wissen, was sie tun? Es ist längst an der Zeit, davon zu erfahren; weil ein Rechtsstaat keiner ist, wenn seine Gesetze nicht für alle gelten. Das Buch dokumentiert Verbrechen an psychiatrischen Patienten, begangen aufgrund einer unwissenschaftlichen Diagnostik. Wo Psychiatrie und gesellschaftliche Strukturen aufeinander treffen, deckt es auf, welche primitiven und daher unglaublichen Mechanismen diese Verbrechen ermöglichen. Auf erschreckende Weise wird dem Leser das allgemeine Verständnis von psychischem Erleben ebenso klar, wie die Notwendigkeit einer Erarbeitung von Kontrollkriterien für die psychiatrische Praxis. 

 

Virapen John, Kleinsendelbach 2009

Nebenwirkung Tod. Ein Ex-Manager der Pharmaindustrie packt aus

 

Mit seiner Lebensgeschichte klärt ein Ex-Pharma-Manager über Korruption und Verschleierung in der Pharmaindustrie auf. Wussten Sie, dass grosse Pharmakonzerne 35.000 Euro pro Jahr und niedergelassenem Arzt ausgeben, um den Arzt dazu zu bringen, ihre Produkte zu verschreiben?- dass anerkannte Wissenschaftler und Ärzte mit teuren Reisen, Geschenken und ganz schlicht mit Geld gezielt bestochen werden, um über Medikamente mit schwerwiegenden Nebenwirkungen positiv zu berichten?- dass mehr als 75 Prozent der führenden Wissenschaftler in der Medizin von der Pharmaindustrie bezahlt werden?- dass Medikamente im Handel sind, bei deren Zulassung Bestechung im Spiel war?- dass die Pharmaindustrie Krankheiten erfindet und sie in gezielten Marketingkampagnen bewirbt, um den Absatzmarkt für ihre Produkte zu vergrössern?- dass es für viele neu zugelassene Medikamente keine Langzeitstudien gibt und niemand weiss, welche Auswirkung eine dauerhafte Einnahme hat?- dass die Pharmaindustrie zunehmend Kinder im Visier hat?Nebenwirkung Tod ist ein aussergewöhnliches Buch. Es wurde von einem hochrangigen Pharmamanager geschrieben. Von einem, der für Verschleierung, Betrug, Irreführung der Öffentlichkeit und der Gesundheitsbehörden verantwortlich war. Der Produkte skrupellos in Märkte "gedrückt" hat, egal ob dabei Patienten umkamen. Der dies für Konzerne getan hat, die von sich behaupten, ethisch zu handeln. Und trotzdem Mittel verkaufen, von denen sie wissen, dass sie tödliche Wirkungen haben. Und das nur aus einem Grund: um Umsatz und Gewinn zu maximieren. Auch wenn sie dafür über Leichen gehen.

 

 

Medizinkritik allgemein

  

Angell Marcia, Bad Homburg 2005

Der Pharma Bluff, wie innovativ die Pillenindustrie wirklich ist

 

Die Pharmaindustrie rühmt sich, Innovationsmotor des Gesundheitswesens zu sein. Neue Medikamente gelten vielfach als Segen für die Patienten. Doch wie innovativ sind die Arzneimittelhersteller wirklich? Marcia Angell entzaubert am Beispiel USA den Mythos einer Branche.

 

 

Bartens Werner, München 2008

Das Ärztehasserbuch. Ein Insider packt aus

 

Die Ärzte: arrogant, unnahbar, dilettantisch. Die Patienten: wehrlos. Ob sie an einen Quacksalber oder eine Koryphäe geraten sind, wissen Patienten erst, wenn es zu spät ist. Auf Gedeih und Verderb sind sie den Ärzten ausgeliefert. Der Arzt und Medizinjournalist Werner Bartens weiss aus eigener Erfahrung, wie es in den Praxen und Krankenhäusern zugeht: Zu viele Technokraten und Versager verbergen sich unter dem weissen Kittel. Schonungslos berichtet er von Grössenwahn, Pfusch und Ignoranz. Seine Diagnose: Wir sollten aufhören, nur über die Kosten des Gesundheitswesens zu reden, und uns endlich wieder auf das Wesentliche konzentrieren, auf die Bedürfnisse der Menschen, die Hilfe beim Arzt suchen.

 

Brunner Hans Heinrich, Locher Heinz, Basel 2011

Die Schweiz hat das beste Gesundheitssystem - hat sie das wirklich? Feststellungen, Anmerkungen und Lösungsvorschläge

 

Hans Heinrich Brunner und Heinz Locher sind zwei Autoren der gleichen Generation, aber mit sehr unterschiedlicher Berufsbiographie. Was sie verbindet und auch zum vorliegenden Buch geführt hat, sind ihre Bemühungen um eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems. Ihre Themenwahl ist durchaus eigenwillig und folgt weder den Hauptströmungen noch den Mäandern der politischen Tagesdiskussion. Ihre Fragestellungen, Bemerkungen und Anregungen haben mitunter einen für ihre Person nicht uncharakteristischen, sarkastischen Unterton. Wer es wagen will, seine eigenen Meinungen und (Vor-)Urteile kritisch zu überprüfen, findet in diesem Buch wichtige Anregungen und Lösungsansätze.

 

Illich Ivan, München 2007

Die Nemesis der Medizin, die Kritik der Medikalisierung des Lebens

 

Die »Nemesis der Medizin« war bei ihrem ersten Erscheinen im Jahr 1975, damals unter dem Titel »Die Enteignung der Gesundheit«, Schock und Provokation zugleich. Dabei hatte Illich nichts anderes getan, als einer ausufernden und krebsartig wuchernden Gesundheits- und Medizintechnokratie den Spiegel vorzuhalten. Detailreich und mit kritischer Brillanz wird gerade auch dem medizinischen Laien gezeigt, wie die verschiedenen Interessengruppen, wie Ärzteschaft, Pharmaindustrie und die sie begleitende Ideologie den Patienten zum süchtigen Verbraucher und die Medizin zum Verbrauchsgut werden lassen. Entfremdet von der natürlichen Erfahrung von Gesundheit, Krankheit und Tod, deren Definitionen wir lieber den Ritualen der Ärzteschaft vorbehalten, sind wir so dem Irrglauben verfallen, der Mensch sei vollständig reparabel. Ein Buch, das gerade auch angesichts der gegenwärtigen Diskussion um Organtransplantation, künstliche Befruchtung, gentechnische Eingriffe usw. von beklemmender Aktualität ist.

 

Weiss Hans, Köln 2010

Korrupte Medizin. Ärzte als Komplizen der Konzerne

 

Ein Medizinjournalist wechselt seine Identität und wird Pharma-Consultant. Erschreckendes Ergebnis seiner Recherchen: Weite Bereiche unserer Medizin stehen unter der Kontrolle der grossen Pharmakonzerne. Und zahlreiche Ärzte - vom Klinikchef bis zum Allgemeinarzt - machen sich zu gut bezahlten Handlangern. Der Autor absolviert eine sechsmonatige Ausbildung zum Pharmavertreter und gründet - auf dem Papier - eine Beratungsfirma für die Arzneimittelindustrie. Damit baut er sich über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren eine respektable Identität als Pharma-Consultant auf, nimmt an brancheninternen Symposien teil, erhält Zugang zu Marketingdokumenten und Datenbanken und nimmt Kontakt zu Klinikchefs und Chefärzten auf. Warum sind Medikamente so teuer? Weil so viel in die Entwicklung und Erforschung von neuen Medikamenten investiert wird, die allen Patienten zugutekommen! So die Antwort der Pharmaindustrie. Tatsächlich wird intern ungeniert kritisiert, dass es mit der Innovationskraft der Industrie nicht weit her ist. Was unter »Forschung und Entwicklung« verbucht wird, sind meist Marketingmassnahmen, die nur den Zweck haben, den Gewinn der Konzerne zu erhöhen. Die Pharmaindustrie beschäftigt ein ganzes Heer von Marktforschern und Informanten, die ständig untersuchen, wie häufig Medikamente verschrieben werden, welcher Umsatz damit erzielt wird, warum Ärzte bestimmte Medikamente verschreiben und andere nicht, welche Wirkung Pharmavertreter auf die Zahl der Verschreibungen haben. Ohne die aktive Mithilfe von Ärzten wäre das alles nicht möglich. Pharmakonzerne kontrollieren das Gesundheitswesen durch das so genannte »Thought Leader Management« - spezielle Firmenabteilungen, die sich nur damit beschäftigen, wie einflussreiche Ärzte für die Zwecke der Pharmaindustrie am besten eingesetzt werden. Die Antwort: Das geschieht am wirksamsten mithilfe von lukrativen Beraterhonoraren, teuren klinischen Studien und Einladungen zu hoch bezahlten Vorträgen vor Ärzten. Aus dem Inhalt: Wie Klinikchefs sich zu unethischen und verbotenen Studien an ihren Patienten verführen lassen - Reportagen aus dem Alltag der Pharmaindustrie: Wie sie die Ärzte im Griff hat - Detaillierte Honorarlisten der Pharmaindustrie für Ärzte, die nach ihrer Bedeutung in die Kategorien A, B und C oder »Gold«, »Silber« und »Bronze« eingeteilt werden - Die Namen prominenter Ärzte aus Deutschland und Österreich, die auf der Zahlungsliste von Konzernen stehen - Konkrete Beispiele für Betrügereien und Manipulationen der Konzerne - von der Forschung und Lehre bis zur Durchsetzung neuer Medikamente - Hitliste der rücksichtslosesten Konzerne: Wie viel sie für die Korrumpierung von Ärzten ausgeben, welche Gewinne sie machen, wie viel sie in Forschung und Marketing investieren.

 

 

Psychiatriepatienten und Angehörige

 

Lehmann Peter, Berlin, 4. aktualisierte und erweiterte Auflage 2013

Psychopharmaka absetzen

Erfolgreiches Absetzen von Neuroleptika, Antidepressiva, Phasenprophylaktika, Ritalin und Tranquilizern 

 

Millionen Mensche nehmen Psychopharmaka (zum Beispiel Amitriptylin, Cipralex, Haldol, Lithium, Risperdal, Seroquel, Tavor, Trevilor, Valium, Zyprexa). Für sie sind detaillierte Erfahrungsberichte, wie diese Substanzen abgesetzt wurden, ohne gleich wieder im Behandlungszimmer des Arztes oder in der Klinik zu landen, von existenziellem Interesse. Das weltweit erste Buch zum Thema "Erfolgreiches Absetzen von Psychopharmaka" richtet sich an die Behandelten, die aus eigenem Entschluss die verordneten Psychopharmaka absetzen wollen. Gleichfalls angesprochen sind ihre Angehörige und Therapeuten.

 

 

Beitler Helene und Hubert, Bonn 2000

Psychose und Partnerschaft

 

 Helene und Hubert Beitler beschreiben alle zentralen Fragen, die sich in Ehen oder ähnlichen Beziehungen stellen, wenn einer der beiden Partner erkrankt. Anschaulich, mit vielen Beispielen und einer Fülle guter Tipps geben sie Hilfestellungen. Partner, die eine psychotische Krisen miteinander bewältigen wollen, ohne ausschliesslich auf die Klinikeinweisung zu setzen, finden in diesem Buch Orientierungen für den eigenen Umgang vor, während und nach Krisen.

 

Greenberg Michael, Hamburg 2009

Der Tag, an dem meine Tochter verrückt wurde

 

Michael Greenberg ist Schriftsteller und führt ein mehr oder weniger geordnetes Leben in New York. Doch dann wird seine Tochter krank und alles ändert sich. Ein heisser Tag in Manhattan. Michael Greenberg sieht, dass ein Polizeiauto vor seinem Wohnhaus parkt. Was er erst später erfährt: Oben sind zwei Polizisten damit beschäftigt, seine von Visionen geschüttelte Tochter zu beruhigen. Dies ist der Beginn eines langen Weges, den er zu gehen hat, um sein Kind in die Wirklichkeit zurückzuholen. "Ich habe das Gefühl zu reisen, aber ohne Möglichkeit zur Umkehr", sagt Sally. Ihr Vater folgt ihr auf dieser "Reise", die sie unter anderem durch die Psychiatrie führt, hin zu einem halbwegs "normalen" Leben.

 

Fachliteratur

 

Emeran Mayer, Riva Verlag 2016

Das zweite Gehirn 

 

Wie der Darm unsere Stimmung, unsere Entscheidungen und unser Wohlbefinden beeinflusst.

 

Wenn sich Medizinstudentin und Bestsellerautorin Giulia Enders in Darm mit Charme auf einen Fachmann bezieht, dann ist es der renommierte Gastroenterologe Prof. Emeran Mayer. In diesem Buch verbindet der Experte für die Interaktion von Darm und Gehirn topaktuelle Erkenntnisse der Neurowissenschaft mit den neuesten Forschungsergebnissen zur menschlichen Darmflora. Er zeigt die untrennbare Verbindung zwischen unserem Verstand und Verdauungssystem auf und liefert viele praktische Informationen und Hilfestellungen. Verständlich und schlüssig erklärt er das komplexe Zusammenspiel von Gehirn und Darmflora - also den Mikroorganismen, die in unserem Verdauungstrakt leben - und bietet einen revolutionären und provokanten Blick auf dieses neue Forschungsfeld. Dieses Buch zeigt, wieso eine überwiegend pflanzliche Ernährung der Schlüssel zur Gesundheit ist, warum Stress und Angst zu Darmerkrankungen und kognitiven Störungen führen und wie man die Signale des eigenen Körpers richtig deutet.

Portrait

Prof. Dr. med. Emeran Mayer ist Direktor des Oppenheimer Center for Stress and Resilience und Kodirektor des Digestive Diseases Research Center an der University of California in Los Angeles. Er hat die letzten 40 Jahre über das Zusammenspiel von Gehirn und Darm geforscht und hat über 300 Publikationen und diverse Bücher zu diesem Thema veröffentlicht. Er ist gebürtiger Deutscher und studierte Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München, bevor er in die USA übersiedelte und sich dort auf die Gastroenterologie spezialisierte. 2016 erhielt er den prestigeträchtigen Paul D. MacLean Award der American Psychosomatic Society.

 

 

Enders Giulia, Ullstein Verlag 2014

Darm mit Charme. Alles über ein unterschätztes Organ.

 

Ausgerechnet der Darm! Das schwarze Schaf unter den Organen, das einem doch bisher eher unangenehm war. Aber dieses Image wird sich ändern. Für unser physisches und psychisches Wohlbefinden ist eine gesunde Darmflora unabdingbar. Denn Übergewicht, Depressionen und Allergien hängen mit einer gestörten Balance der Darmflora zusammen. Das heisst umgekehrt: Wenn wir uns in unserem Körper wohl fühlen, länger leben und glücklicher werden wollen, müssen wir unseren Darm pflegen. Das zumindest legen die neuesten Forschungen nahe. In diesem Buch erklärt die junge Wissenschaftlerin Giulia Enders vergnüglich, welch ein hochkomplexes und wunderbares Organ der Darm ist. Er ist der Schlüssel zu einem gesunden Körper und einem gesunden Geist und eröffnet uns einen ganz neuen Blick durch die Hintertür.

Giulia Enders hat ihr erstes Staatsexamen in Medizin bestanden und forscht für ihre Doktorarbeit am Institut für Mikrobiologie in Frankfurt am Main.

Das Video dazu

 

Niels Greve, Margret Osterfeld, Barbara Diekmann, 4. aktualisierte Auflage 2013

Umgang mit Psychopharmaka

 

Dieses Buch eignet sich besonders gut für Menschen, die sich bisher noch kaum mit der Problematik rund um Psychopharmaka befasst haben, erläutert es doch in leicht verständlicher Weise die erwünschten sowie unerwünschten Wirkungen und liefert damit das Grundwissen, welches benötigt wird, um auf Augenhöhe mit seinen Ärzten diskutieren zu können (=Informierte Einwilligung in eine Behandlung). 

 

Benkert Hippius, Berlin 2011

Kompendium der Psychiatrischen Pharmakotherapie

 

Neu in dieser Auflage: Interaktionstabelle mit Inhibitoren und Induktoren von Cytochrom P450-Isoenzymen und des Effluxtransporters P-Glykoprotein.

(Anmerkung MR: Kann damit z.B. nachweisen, dass die mir verordneten Fluctine und Risperdal zur Behandlung meiner Fehldiagnose Borderline von 1999 nicht zugelassen waren.)

 

Block Frank, Prüter Christian, Heidelberg 2006

Medikamentös induzierte neurologische und psychiatrische Störungen

 

Multimedikation und Polypharmazie sind nicht nur Begriffe, die im Alltag eines behandelnden Arztes insbesondere bei der Behandlung älterer Patienten eine Rolle spielen, sie können auch die Behandlung erschweren. Viele Medikamente haben Nebenwirkungen und manchmal ist nicht klar, ob es wirklich noch um ein durch die Krankheit ausgelöstes Symptom geht oder ob das Symptom als Nebenwirkung eines bereits eingesetzten Medikamentes auftritt. Systematisch haben die Autoren alle wichtigen neurologischen und psychiatrischen Symptome aufgegriffen, die auch durch Medikamente ausgelöst werden können und die in der Literatur dargestellt werden. Dieses Buch soll dem Kliniker und praktisch tätigen Arzt dabei helfen, klarer zuzuordnen, wodurch ein Symptom ausgelöst wurde, besonders wenn es nicht auf eine Krankheit zurückgeführt werden kann oder eine bestehende Krankheitssymptomatik nicht in den Griff zu bekommen ist. Aber auch zum Aufbessern des pharmakologischen Wissens ist das Werk hervorragend geeignet, da es symptomorientiert in alphabetischer Reihenfolge den Nutzer gut strukturiert durch den Dschungel der medikamentös induzierten neurologischen und psychiatrischen Nebenwirkungen lotst.

 

Dilling Horst, Mombour Werner, Schmidt Martin H., Schulte-Marktwort Elisabeth, Bern 2011

Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V (F). Diagnostische Kriterien für Forschung und Praxis

 

Die Diagnostischen Kriterien stellen für den klinischen Gebrauch erfahrener Anwender das geeignete Manual dar. Klar und übersichtlich verdeutlichen sie das Gesamtkonzept und die für die Diagnose entscheidenden Kriterien des Kapitels V (F) der ICD-10, Psychische und Verhaltensstörungen bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern. Die Diagnostischen Kriterien enthalten im Vergleich zu den klinisch-diagnostischen Leitlinien insgesamt stringentere diagnostische Merkmale. In den vergangenen Jahren haben sie sich in der Forschung bewährt, inzwischen aber auch in der Praxis, so dass sich ihr Geltungsbereich deutlich erweitert hat. Im Text werden neben den Kodierungsziffern und den Störungsbezeichnungen nur die eigentlichen diagnostischen Kriterien und die Verknüpfungsregeln aufgeführt. Im Anhang finden sich einige ergänzende vorläufige Diagnosen sowie kulturspezifische Störungen.

(Anmerkungen MR: Dieses Handbuch sollten alle Betroffenen besitzen und lesen, um mit ihren Ärzten einigermassen auf Augenhöhe verkehren zu können.)

 

Gleixner, Müller, Wirth, Breisach 2011/12

Neurologie und Psychiatrie für Studium und Praxis

 

Gibt einen kurzgefassten, vollständigen Überblick über die gesamte Neurologie und Psychiatrie- Berücksichtigt viele wichtige neurologische und psychiatrische Lehrbücher und den Gegenstandskatalog sowie die aktuellen Fachzeitschriften - Enthält alle gebräuchlichen klinischen Einteilungen?- Beinhaltet die internationale Klassifikation der Krankheiten ICD-10 und alle bekannten Selbsthilfeorganisationen - Didaktisch streng gegliederter Aufbau - Alle Gebiete der Neurologie und Psychiatrie auf 416 Textseiten (464 Seiten insgesamt) - Psychiatrisches Wörterbuch, 200 Abbildungen, über 60 Übersichten und Tabellen - Über 4.350 Stichwörter - Herausnehmbare N&P-Taschenkarte für die "Kitteltasche" mit Anleitung zu Anamnese, neurologischer Untersuchung und psychiatrischem Befund.

 

Rössler, Hof, Heidelberg 2005

Psychiatrie zwischen Autonomie und Zwang

 

In diesem "Lesebuch für den Psychiater" werden Kernfragen der Psychiatrie aus verschiedenen Perspektiven betrachtet: - Psychiatriegeschichte und aktuelle Situation der Psychiatrie - das spannungsreiche Verhältnis zwischen Institution und Autonomie - Regelung von Zwangsmassnahmen durch formale Vorgaben - Verwendung des ethischen Begriffs Autonomie in der Psychiatrie. Viele der Fragen, die in den letzten Jahren aufgeworfen wurden, werden in diesem Buch diskutiert. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt!

Aus dem Inhalt:  Psychiatrie zwischen Autonomie und Zwang - Eine Einführung.- Autonomie und psychiatrische Krankheitsmodelle - Die historische und aktuelle Perspektive.- Was hilft die Weltgeschichte dem Psychiater?- Der "fremde Blick": Möglichkeiten und Grenzen der historischen Beschreibung einer psychiatrischen Anstalt.- Zwang und Autonomie in der psychiatrischen Anstalt - Theoretische Überlegungen und empirische Befunde aus historischer Sicht.- Inwieweit sind Richtlinien zur Begrenzung von Zwangsmassnahmen hilfreich?- Zwang und Autonomie bei psychischer Krankheit - Ein Dilemma für die Betroffenen und die Gesellschaft.- Zwangsmassnahmen in der Psychiatrie - Ein innereuropäischer Vergleich.- Ethische Reflexionen zum Zwang in der Psychiatrie.

 

Hochbegabung

 

Brackmann Andrea, Stuttgart 2010

Ganz normal hochbegabt

 

Als hochbegabter Mensch durchs Leben zu gehen, könnte so schön sein: Schule und Studium stellen kein Problem dar, der gesellschaftliche Aufstieg ist gesichert ... Doch für viele hochbegabte Erwachsene sieht die Wirklichkeit etwas anders aus. Sie wissen nicht sicher um ihre besondere Begabung, wurden nie gefördert und fühlen sich diffus unzufrieden, oft angespannt und manchmal depressiv, wenn sie ihre Begabungen nicht umsetzen. Freundschaften und soziale Kontakte gestalten sich mitunter schwierig. Andrea Brackmann, Psychotherapeutin und Spezialistin auf dem Gebiet, lässt hochbegabte Erwachsene selbst zu Wort kommen. Sie schildern ihre Wege und Irrwege, in denen sich betroffene Leserinnen und Leser wiedererkennen können. Die Autorin kommentiert kundig, hebt Typisches hervor, gibt Hilfestellungen für den Alltag und informiert über alles Wissenswerte rund um das Thema Hochbegabung.

Garcia Manon, Norderstedt 2011

Hochbegabung bei Erwachsenen

 

Sind Sie noch Katze oder schon Hund? Hund und Katze sind sich in manchen Dingen ähnlich und dabei doch grundverschieden. Oder können Sie sich einen Hund auf einem Baum und eine Katze in der Hundeschule vorstellen? Hunde sind eben anders als Katzen. Fragen Sie sich, was das mit Hochbegabung zu tun hat? Nun, ein Hochbegabter, der nicht als solcher erkannt wurde, fühlt sich (oft) wie ein Hund unter Katzen dabei ist er nicht verkehrt oder gar dumm, sondern einfach anders. In diesem Buch erfahren Sie, was Hochbegabung eigentlich bedeutet, wie Erwachsene auf das Test-Ergebnis reagieren und wie sie lernen können, mit ihrer Hochbegabung umzugehen und zu leben. Sie finden fundierte Informationen zur Hirnforschung, zu Einflüssen der Umwelt (wie Familie, Schule usw.), zum Lernen und mehr. Lesernutzen: Erkennen von Parallelen zur eigenen Lebensgeschichte, Reflektieren über die mögliche eigene Hochbegabung, Verstehen, wie man die Person geworden ist, die man ist, Aussöhnen mit dem eigenen Leben, Nachdenken, was man im Leben verändern möchte. Zahlreiche Tipps: Wie man sich verändern und seine Träume (doch noch) verwirklichen kann.- Umfassende Informationen zu den Themen Hochbegabung, Persönlichkeitsentwicklung und Lernen.

 

Psychiatriegeschichte

 

Brückner Burkhart, Bonn 2010

Geschichte der Psychiatrie

 

Es wird nicht nur das sich wandelnde Verständnis psychischer Erkrankungen und des Umgangs mit ihnen und den von ihnen Betroffenen nachvollziehbar, sondern auch die Geschichte eines Fachgebiets, das sich sehr schwer tat, statt der Verwahrung Wege der Behandlung zu suchen. Von frühgeschichtlicher Seelenheilkunde und dem Umgang mit Visionen, Phantasmen und Dämonen, schlägt Brückner den Bogen zur heutigen Sozial- und Gemeindepsychiatrie. Gerade in Deutschland ist durch die fast widerspruchslose Mithilfe von Psychiatern und Pflegekräften bei der Euthanasie des Dritten Reichs deutlich geworden, wie sehr die psychiatrische Versorgung von ihren gesellschaftlichen Bedingungen abhängt.

(Anmerkung MR: Die Gegenwart wird komplett schöngefärbt, realitätsfremd.)

 

Müller, Mitzscherlich, Frankfurt am Main 2011

Psychiatrie in der DDR, Erzählungen von Zeitzeugen

 

Das Buch versammelt Erzählungen von Zeitzeugen der DDR-Psychiatrie. Patienten und Mitarbeiter wurden in dem von der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur geförderten Projekt zu ihren individuellen Erfahrungen befragt. Diese subjektiven Erinnerungen, zu Monologen verdichtet, ermöglichen einen vielschichtigen Blick auf die bis heute tabuisierte Alltagsgeschichte der Psychiatrie in der DDR.

(Anmerkung MR: Verglichen mit dem, was ich in der CH erlebt habe, war es dort z.T. sogar besser.)

 

Wottreng Willi, Zürich 1999

Hirnriss

 

Der Ameisenforscher August Forel und der Schizophrenie-Theoretiker Eugen Bleuler prägten die Geschichte der Psychiatrischen Anstalt «Burghölzli» in Zürich. Bis heute gibt es keine Biographie über diese zwei herausragenden Männer, die internationale Bedeutung erlangten. Das Buch Hirnriss beschreibt aufgrund von Originaltexten Forels und Bleulers sowie von Patientengeschichten, wie sich Theorie und Praxis der beiden Klinikdirektoren entwickelten. Tatsächlich haben sie geholfen, ein Bild des Menschen zu entwickeln, das durch den extremen Gegensatz von «gesund» und «krank» gezeichnet war und das letztlich zur gesellschaftlichen Ausscheidung aller «Abartigen» führte. Heute, wo über die Zukunft der Genetik debattiert wird, ist es höchst aktuell, die früheren Projekte zur Schaffung eines guten Menschen zu untersuchen. Das Buch zeigt in literarischer Form, aber aufgrund von präzisen historischen Recherchen, wie sich die Psychiatrie unter Forel und Bleuler von Hirnforschung zur Eugenik entwickelte.

(Anmerkung MR: Forel und Bleuler lieferten auch den Nazis "wissenschaftliche" Grundlagen für die Eugenik. Öffnete mir die Augen für die Denkweise von Psychiatern und für deren endlose Selbstüberschätzung.)

 

Arzthaftungsprozesse

 

Stein Vera, Bad Homburg 2012

Mit dem Rücken zur Wand. So setze ich mein Recht im Arzthaftungsprozess durch

 

Durch Erfahrungen zur Expertin: Vera Stein schrieb mehrere Bücher, hielt Vorträge und klärte in den Medien über Missstände in den Psychiatrien auf, um Verbesserungen zu erreichen. Sie verklagte alle Kliniken, in denen sie zwangsweise untergebracht war, auf Schadensersatz und ging bis nach Strassburg zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, um ihre Klage durchzusetzen. Bundesweit bekannt wurde Vera Stein, als dieser 2005 die Bundesrepublik Deutschland wegen Freiheitsberaubung und schweren Menschenrechtsverletzungen verurteilte - mit weitreichenden Folgen auch für die Allgemeinheit.

"Meine Erlebnisse und Erfahrungen in den Kliniken, aber auch das widerfahrene Unrecht vor deutschen Gerichten, veranlassten mich, diesen Ratgeber zu schreiben, insbesondere waren es die grosse Hilflosigkeit und Verzweiflung vieler geschädigter Patienten, ihrer Angehörigen, und auch zahlreicher nicht unmittelbar betroffener Menschen, die auf die Vorgänge aufmerksam geworden und fassungslos reagierten."

 

Selbsthilfe

 

Des Pres Terrence, Stuttgart 2008

Der Überlebende - Anatomie der Todeslager 

»... Des Pres ... schildert das Überleben als spezifisch menschliche Leistung, als heroischen Lebenswillen im umfassendsten Sinne, bestimmt von dem Bedürfnis, Zeugnis abzulegen. ... Vorbilder sind in unserer Kultur diejenigen, die für eine Idee in den Tod gehen. Wo aber die Machthaber im Massenmord den Wert des menschlichen Lebens leugnen, da ist ein idealistischer Heldentod sinnlos. Nur durch sein Überleben kann einer Zeugnis ablegen. Dies Zeugnis irritiert die Nachwelt, weist es doch darauf hin, dass die Menschheit tiefer gefährdet ist, als sie gemeinhin wahrhaben will. Es fehlte denn auch nicht an Stimmen - Psychoanalytiker wie Bruno Bettelheim in vorderster Reihe - die das Überleben schlecht machen wollen. Es mangele ihm an Heroismus, an Widerstand, und es sei von Egoismus geleitet. ...«?Eva Kirn-Frank (Stuttgarter Zeitung, 06.06.08)

 

 

Levin Peter A., München 2007

Vom Trauma befreien. Wie Sie seelische und körperliche Blockaden lösen

 

Trauma Symptome sind vor allem blockierte Energie. Sie lassen sich daher über den Körper weit besser als über die Seele heilen; so die revolutionäre Erkenntnis des Grossen Trauma Therapeuten Peter A. Levine. Erstmals ermöglicht dieser Ratgeber, seine bahnbrechende Methode in Selbstanwendung zu nutzen. 12 Übungen aus dem Buch finden Sie auf der beiliegenden CD (gesprochen von Jörg Zimmer). Erdung und Zentrierung, Abbau von übermässiger Aktivierung und Rückkehr in die innere Balance werden mit Hilfe dieser angeleiteten Übungen möglich.

(Anmerkung MR: Gut geeignet zur Selbsthilfe nach einem schweren Trauma, z.B. durch die Psychiatrie)

 

Podvoll Edward M.

Aus entrückten Welten - Psychosen verstehen und behandeln

 

Psychosen sind heilbar. Auf dieser Kernaussage beruht dieses Buch, das sich als Standardwerk der psychotherapeutischen Praxis etabliert hat. Anhand authentischer Berichte von vier psychotisch Erkrankten analysiert Edward M. Podvoll die Vorgänge, die zu Psychosen führen, die Phasen der Psychose selbst und die Prozesse der Heilung. Im zweiten Teil entwickelt er mit wissenschaftlicher Gründlichkeit seinen Heilansatz der "therapeutischen Wohngemeinschaft". Darin verbindet er alte Heilweisheiten westlicher und östlicher Kulturen sowie mitmenschliche Zuwendung zum Kranken zu einer ganzheitlichen Methode, die für jeden praktizierbar ist. Erfahrungsberichte von der Anwendung dieser Methode und Anregungen für ihre praktische Umsetzung runden das Buch ab.

Edward M. Podvoll (1936 - 2003) war Psychiater und Psychoanalytiker. Gründung der Abteilung 'Kontemplative Psychotherapie' an der Naropa Universität in Boulder/Colorado. Ausserdem Gründer und medizinischer Direktor des Windhorse Projekts - einer experimentellen psychiatrischen Gemeinschaft - die das Selbstheilungspotential des Patienten in den Vordergrund stellt.

 

Reddemann Luise, Stuttgart 2006

Überlebenskunst

 

Seelische Verletzungen können heilen: durch die Aktivierung von Selbstheilungskräften, die jeder Mensch mehr oder weniger verschüttet in sich trägt. Luise Reddemann hat in ihrer psychotherapeutischen Arbeit mit traumatisierten Patienten und in ihren Büchern immer wieder die individuelle Suche nach Ressourcen angeregt und damit viele Menschen mit schwer erträglichen Lebensgeschichten erreicht.

(Anmerkung MR: Gut geeignet zur Selbsthilfe nach einem schweren Trauma, z.B. durch die Psychiatrie.)

 

Reddemann Luise, Stuttgart 2010

Imagination als heilsame Kraft. Zur Behandlung von Trauma Folgen mit ressourcenorientierten Verfahren

 

Heute wissen wir, dass vielen seelischen und psychosomatischen Erkrankungen wie Sucht, Essstörungen, Borderline-Persönlichkeitsstörungen u.v.m. sehr häufig traumatische Erfahrungen als Ursache oder Mitursache zugrunde liegen. Viele der Betroffenen verfügen - so die Beobachtung der Autorinnen - ansatzweise über erstaunliche Selbstheilungskräfte, die es zu entfalten und zu unterstützen gilt.

(Anmerkung MR: Gut geeignet zur Selbsthilfe nach einem schweren Trauma, z.B. durch die Psychiatrie.)

  

 

Psychopathologie / Sadismus / Mind Control

 

Gresch Hans Ulrich, Accra 2010

Hypnose, Bewusstseinskontrolle, Manipulation (Mind Control)

Diplom-Psychologe Dr. Hans Ulrich Gresch beschreibt das Verfahren der bisher effektivsten Form der Gehirnwäsche: der Bewusstseinskontrolle durch Persönlichkeitsspaltung.?Die Täter erzeugen, beginnend in frühester Kindheit, durch Folter, Drogen, Hypnose, Elektroschocks, Reizentzug und andere alte und neue Methoden der Psychologie und Psychiatrie, eine künstliche Multiple Persönlichkeitsstörung und dressieren die entstehenden Pseudo-Persönlichkeiten. Wurden die menschenunwürdigen Experimente wirklich beendet? Der Nürnberger Diplom-Psychologe Dr. Hans-Ulrich Gresch hat sich mit dieser Frage eingehend beschäftigt: "Gehirnwäsche-Methoden im Sinne des CIA-Forschungsprogramms "MK-Ultra" sind heute längst fester Bestandteil militärischer und geheimdienstlicher Praxis. "Folter verfolgt heute nicht in erster Linie das Ziel, Menschen durch körperliche und seelische Qualen zu Geständnissen zu zwingen, sondern ihre Persönlichkeit zu zerbrechen und sie umzudrehen."

(Anmerkung MR: Wer je mit der Forensik in Kontakt kam, begreift nach der Lektüre, was Forensiker beabsichtigen)

 

 

Gruen Arno, München 1989

Der Wahnsinn der Normalität

 

Arno Gruen legt die Wurzeln der Destruktivität frei, die sich viel öfter, als uns klar ist, hinter vermeintlicher Menschenfreundlichkeit oder "vernünftigem" Handeln verbergen. Er überzeugt durch die Vielzahl der Beispiele und schafft die Beweislage, dass dort, wo Innen- und Aussenwelt auseinanderfallen, Verantwortung und Menschlichkeit ausbleiben. Arno Gruen, geboren 1923 in Berlin, emigrierte 1936 in die USA. Nach dem Studium der Psychologie Leitung ab 1954 der psychologischen Abteilung der ersten therapeutischen Kinderklinik in Harlem. 1961 Promotion als Psychoanalytiker bei Theodor Riek. Es folgten Professuren in Neurologie und Psychologie. Seit 1958 Führung einer psychoanalytische Privatpraxis in Zürich, wo er seither lebt und praktiziert. Zahlreiche Veröffentlichungen mit Themenschwerpunkt: plötzlichen Kindstod, psychologische Ursachen für Gewalt und Fremdenhass, Voraussetzungen für Autoritätsgläubigkeit und Demokratie.

(Anmerkung MR: Ausgezeichnete Charakterisierung von Psychopathen, die sich bestens auch auf Psychiater und Forensiker anwenden lässt, da Gruen selbst Psychiater ist, erwähnt er seine Berufsgenossen mit keinem Wort)

 

 

Sozialkritik

 

Jegge Jürg, Zürich 2009

Fit und fertig. Gegen das Kaputtsparen von Menschen und für eine offene Zukunft

In «Fit und fertig» zeigt Jürg Jegge auf, wie sich das neoliberale Denken und seine allmähliche Umsetzung in den letzten Dreissig Jahren auf die verschiedensten Bereiche ausgewirkt haben: Schule, Gesundheitswesen, Medien, Sozialhilfe, wo man hinschaut, sind «neoliberale Fitnessprogramme» in Gang gesetzt worden, die zu mehr Konkurrenz, Leistungs- und Anpassungsdruck für die Menschen führen. Die Reichtumsschere öffnet sich weiter, sozialer und psychischer Stress nimmt für alle Menschen zu.

 

 

Comic

 

Rocco Franco, Zürich 2010

Der Mindworker

 

Dieser COMIC handelt vom ersten Cyborg in der Geschichte der Menschheit. Harkmann, hochintelligent, psychosexuell gestört, fortschritts- und autoritätsgläubig verkörpert den idealen Cyborg. Sein Auftritt erinnert an die Verwandlung von Gregor Samsa aus Kafkas Erzählung. Die künstliche Hülle ist zerbrechlich und wird ihm keinen Schutz gewähren. Der MINDWORKER ist eine Zusammenfassung von gesellschaftskritischen Themen und ein Handbuch der Angst: Angst vor den Institutionen. Angst vor der technisierten Zukunft.

Angst vor dem Gesundheitswesen und der Psychiatrie.

Wir leben im Zeitalter der Globalisierung. Damit kann man positive Ideale verbinden: Die Vision, dass der Mensch als Weltbürger geboren wird und überall in Würde leben und arbeiten kann. Die Globalisierung birgt aber auch die Gefahr einer Weltdiktatur. Nicht zufällig beginnt der MINDWORKER mit einem Satz aus Orwells 1984:

NICHTS AUSSER EIN PAAR KUBIKZENTIMETER GEHIRN DURFTE MAN SEIN EIGEN NENNEN.

In diesem Spannungsfeld ist der MINDWORKER ein offener philosophischer Beitrag zum Weltgeschehen.

 

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mindworker@gmx.ch oder telefonisch: 044 491 04 43

Preis: CHF 30.00 inklusive Versandkosten (Schweiz)

Zusendung mit Einzahlungsschein

 

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Letztmals aktualisiert: 15.01.2017